Was ist der Unterschied zwischen Coaching und einer Fach-Beratung?

Zusammengefasst und stellvertretend könnte man hier zwei Kernaspekte hervorheben, die den Unterschied ausmachen:

  1. Expertentum:
    Im Coaching ist der Klient der "Experte". Der Coach hilft ihm weiterzukommen, mit einem Thema, einer Entscheidung, ...
    In der Fach-Beratung ist der Berater der Experte und erklärt, schlägt vor, empfiehlt, ... abhängig von der Fragestellung, der Aufgabe, ...

  2. Aktionsdauer:
    Coaching ist ein Prozess, in dem der Klient begleitet wird. Zwar gibt es Ziele, aber es bleibt Erkenntnis-, Ergebnisoffen. Der Klient entscheidet, ob er "mehr braucht" und weiter machen will, oder nicht.
    Die Fach-Beratung ist zielorientiert, d.h. erwartete Ergebnisse klar definiert, zeitlich klar eingegrenzt und hat in der Regel Projektcharakter.

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vom Coaching Report


Sparring

So wie im Coaching, ist auch im Sparring die Meinung des Coaches nicht gefragt. Aber es geht verstärkt um die verstärkte Auseinandersetzung mit möglichen Perspektiven, Fremdbildern und auch Kritikpotenzialen. Der Klient wird gefordert und setzt sich einer möglichen Variante der antizipierten Realität aus.

Was von dem, was der Coach dazu anbietet, real zu erwarten oder blanke "Fantasie" ist, ist nicht von Bedeutung.
Es geht um das Setting und was der Klient daraus macht.

 

Er wird, ähnlich wie im Sparring aus dem Sport, in Erwartung bevorstehender oder sich sich einstellenden Situationen durchgeführt (im Kleinen: Z.B. Prüfung, Konfliktgespräch, ... oder im Großen: Z.B. eine anstehende Umstrukturierung in einem Unternehmen) durchgeführt. Der Klient bleibt wie schon im Coaching der Experte. Der Coach behält jedoch den Veränderungsprozess im Fokus.

 

Die Ziele können dabei sein:

  • an der Selbstreflexion arbeiten und Perspektivwechsel herbeiführen
  • sich über die eigenen Standpunkte und Ressourcen klar werden
  • Repertoireerweiterung für situationsadäquate Handlungsalternativen (Aktionen, Reaktionen, Gesprächsführung, ...)
  • am eigenen Profil, an der eigenen Authentizität, dem eigenen Stil arbeiten

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von Magazintraining

Es gibt aber auch eine Sparring-Variante, die verstärkt provokativ wirkt und zum Ziel hat den Klienten aus seiner Komfortzone zu holen oder zu schupsen. Der Coach nimmt dabei die Position des advocatus diaboli ein, behält aber dabei die Gesprächsführung in der Hand.

 

Der Schwierigkeitsgrad kann dabei von Sitzung zu Sitzung verändert / gesteigert werden. Vor jeder Sitzung können individuelle Spielregeln / Rollen zwischen Coach und Coachee (Klient) vereinbart. Denn alles was der Coach tut, tut er im Sinne des Klienten.

 

Auch hier verfügt der Coach über Methoden, z.B, um Situationen nachzustellen, das Gespräch anzuheizen oder auch abzukühlen, die Aussagen des Klienten oder andere zu verstärken, um deren Wirkung zu verdeutlichen.

 

So kann das Sparring ein breites Formenspektrum einnehmen, angefangen von der einfachen Perspektiveröffnung, bis hin zu einem provokativ kritischen Gespräch. Der Coach kann sich dabei seines vollen Repertoires an Methoden bedienen.

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von Sellingemotions